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“Think. Try. Transform.”

Wie das Universum funktioniert

Drei Personen sitzen an einem Tisch und nehmen einen Podcast auf. © RUB​/​Bischoff
Julia Tjus, Sven-Daniel Gettys und Johannes Albrecht (von links) bei der Podcast-Aufnahme.
Was ist Dunkle Materie? Wie gelingt es dem Universum, Teilchen auf Energien zu beschleunigen, die hundertmal höher sind als jene, die Menschen im größten Labor der Welt erreichen können? Mit diesen und weiteren grundlegenden Fragen zum Aufbau des Universums beschäftigen sich Teilchen- und Astrophysiker*innen an der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund. In der neuesten Folge des Podcasts „Think. Try. Transform.“ geben Prof. Julia Tjus und Prof. Johannes Albrecht Einblicke in ihre Forschung.

Die Fragen, denen Teilchen- und Astrophysiker*innen nachgehen, sind beinahe philosophischer Natur. Dabei haben sie bemerkenswert gute Laune und Spaß an der Arbeit, die sie mit Kolleginnen und Kollegen rund um den Globus gemeinsam leisten. Prof. Dr. Julia Tjus, Astrophysikerin an der Ruhr-Universität Bochum, und Prof. Dr. Johannes Albrecht, Teilchenphysiker an der Technischen Universität Dortmund, sind zu Gast bei Sven-Daniel Gettys im Podcast Think. Try. Transform. zur Bewerbung des Ruhr Innovation Lab in der Exzellenzstrategie.

Kleine Teilchen und riesige Detektoren

Bei ihnen geht es um die kleinsten Teilchen, aus denen die Materie aufgebaut ist. Dafür benötigen sie die größten Experimente, die die Welt je gebaut hat: Johannes Albrecht, Standortsprecher des Exzellenzclusters Color meets Flavor an der TU Dortmund, experimentiert mit seinem Team unter anderem am CERN in Genf. „Das ist die größte Maschine, die die Menschheit je gebaut hat“, schwärmt er. Hier lassen die Forschenden Teilchen mit hohen Geschwindigkeiten aufeinanderprallen, um zu verstehen, welche Energien sie enthalten und wie sie wechselwirken. 

Julia Tjus interessiert sich für ganz ähnliche Prozesse, nur dass diese im Weltall stattfinden, wo die Teilchen auf noch viel höhere Geschwindigkeiten beschleunigt werden. „Wir wollen wissen, woher die Teilchen kommen, die uns in Form von kosmischer Strahlung erreichen“, erklärt sie. Eine bestimmte Art von Teilchen, die Neutrinos, beobachten Physikerinnen und Physiker mittels eines riesigen Detektors im Eis der Antarktis, der jährlich rund 100 Spuren solcher Teilchen aufzeichnet. 

„Wir wollen verstehen: Wie funktioniert das Universum“, sagt Albrecht. „Wenn man die Dinge fundamental versteht, hat das langfristig auch immer einen Nutzen“, ergänzt Julia Tjus. Beide sind sicher, dass das Ruhrgebiet in der Weltcommunity der Physik einen substanziellen Beitrag leisten kann, um Antworten auf die grundlegenden Fragen zu finden. 

Zur neuen Folge

Über den Podcast

„Think. Try. Transform.“ stellt große Ideen hinter der gemeinsamen Bewerbung von Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund als Exzellenzverbund vor und spricht mit denen, die diese Themen am besten kennen: Rektoren, Forschende, Gründer*innen und Berater*innen. Moderiert von Sven-Daniel Gettys behandeln die einzelnen Folgen Aspekte wie Exzellenzcluster, Unterstützung für Promovierende oder Start-up-Aktivitäten. Unter Federführung der Ruhr-Universität Bochum erscheinen monatlich neue Folgen und begleiten so die Bewerbungsphase bis zur Verkündung am 2. Oktober.

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